Gründe für ein Nein

Weil die Initiative tief in unsere Ernährungsfreiheit eingreift und den Konsum tierischer Produkte stark einschränken würde, hätte sie weitreichende Folgen für zahlreiche Bereiche, insbesondere für die Versorgungssicherheit sowie unsere Abhängigkeit vom Ausland. Die Initianten gehen davon aus, dass ein grosser Teil der heutigen Lebensmittelproduktion umgestellt oder ersetzt werden müsste – mit entsprechenden Auswirkungen auf Konsumentinnen und Konsumenten, Wirtschaft und Landwirtschaft. 

11 überzeugende Argumente 

1

Unrealistisches Ziel
Die Initiative für eine sichere Ernährung setzt mit einem Selbstversorgungsgrad von
mindestens 70% ein unrealistisches Ziel. Dieses liesse sich nur erreichen, indem der Staat
den Konsum von tierischen Lebensmitteln drastisch einschränkt. Die Schweizer Bevölkerung
müsste sich mit einer Ernährung wie zu Kriegszeiten zufriedengeben.

2

Konsumfreiheit ade!
Die Schweizerinnen und Schweizer müsste sich künftig nicht nur vegetarisch, sondern
vorwiegend vegan ernähren. Um dies sicherzustellen, wäre eine direkte Bevormundung und
staatliche Vorgaben nötig, was wir essen dürfen und was nicht.

3

Tiefere Erträge
Der Initiativtext sieht unsinnige Auflagen für den einheimischen Anbau vor. So zum Beispiel
die Verwendung von samenfestem Saatgut. Züchtungs- und damit ertragsmässig würde uns
das um 100 Jahre zurückwerfen. Die Erträge pro Fläche von pflanzlichen Lebensmitteln wie
Gemüse, Obst, Getreide, Raps, Kartoffeln, u.a.m. würden sinken

4

Versorgungssicherheit leidet
Die Schweiz ist topografisch bedingt ein Grasland. In den Bergen, in den voralpinen
Hügelgebieten, im Jura und auch an vielen Orten des Mittellandes sind die Flächen so steil,
dass nur eine Grünlandnutzung möglich ist. Ohne Nutztiere fallen diese für die
Lebensmittelproduktion weg. Hofdünger sind auch wichtig für fruchtbare Böden und die
Versorgung der pflanzlichen Kulturen.

5

Teurere Lebensmittel
Die neuen Auflagen und die geringere Verfügbarkeit würden die einheimischen Lebensmittel
verteuern. Besonders einkommensschwache Haushalte könnten sich gesunde, regionale
Lebensmittel immer weniger leisten

6

Mehr Einkaufstourismus
Die freie Verfügbarkeit von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milchprodukte oder Eier zu
bezahlbar en Preisen dürfte es in der Schweizer Läden nicht mehr geben. Wer keine Lust hat,
sich bezüglich Essen bevormunden zu lassen, deckt sich im umliegenden Ausland ein.

7

Arbeitsplatzverlust
Weniger Tiere, weniger Ertrag im Pflanzenbau, mehr Konkurrenz durch Einkaufstourismus,
das alles reduziert die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft.
Der Strukturwandel würde sich beschleunigen und viele Arbeitsplätze gingen verloren.

8

Berglandwirtschaft und Biodiversität gefährdet
Ohne Nutztiere steht die Landwirtschaft im Berg- und Alpgebiet vor dem Aus. In der Folge
verbuschen und verwalden diese Gebiete. Wertvolle und vielfältige Kulturlandschaften
gingen verloren und es käme es zu einem Verlust an Biodiversität.

9

Bundesrat sagt Nein
Der Bundesrat lehnt die Ernährungsinitiative ab. Für ihn sind die Forderungen der Initiative
nicht realisierbar. Er sieht weitreichende negative Folgen für die Produktion und den
Konsum von Lebensmitteln in der Schweiz.

10

Unnötig
Die ökologische Nachhaltigkeit in der landwirtschaftlichen Produktion ist in den letzten
Jahren stark in den Fokus gerückt. Verschiedenste Programme und Aktionspläne sind bereits
in der Umsetzung. Ebenso hat die nächste grosse Reform der Agrarpolitik zum Ziel, die
Ernährung als Ganzes zu optimieren.

11

Zwängerei
Die Initiantin Franziska Herren und der mit ihr verbundene Verein reichte 2018 mit der
Trinkwasserinitiative bereits ein ähnliches Begehren ein. Das Stimmvolk hat dieses 2021 mit
über 60 Prozent Nein abgelehnt.

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