Neue Züchtungstechnologien: BEBV hat Stellungnahme eingereicht

11. Jul 2025

Der Bund will Pflanzen aus neuen Züchtungstechnologien künftig ausserhalb des Gentechnikgesetzes regeln. Der Berner Bauern Verband (BEBV) hat dazu eine Stellungnahme eingereicht. Er begrüsst die Stossrichtung und fordert praxistaugliche Rahmenbedingungen. Der BEBV hat sich intensiv mit dem Thema befasst – unter anderem durch die Fachkommission Pflanzenproduktion, Expertenaustausche und eine Mitgliederumfrage.

Der Berner Bauern Verband (BEBV) hat seine Stellungnahme zur geplanten Gesetzesänderung des Bundes betreffend neuer Züchtungstechnologien (NZT) eingereicht. Die Vorlage des BAFU sieht vor, dass Pflanzen, die mit neuen Verfahren gezüchtet wurden und kein artfremdes Genmaterial enthalten, künftig nicht mehr unter das Gentechnikgesetz fallen sollen. Der BEBV begrüsst diesen neuen gesetzlichen Rahmen, die Ausgestaltung muss aber praxistauglicher gestaltet werden.
Der BEBV hat sich vertieft mit dem Thema auseinandergesetzt – unter anderem durch die Fachkommission Pflanzenproduktion, den Vorstand und eine breit angelegte Mitgliederumfrage. Dabei zeigte sich: Eine Mehrheit der Mitglieder sieht in den NZT eine Chance, insbesondere bezüglich Reduktion PSM-Einsatz durch bessere Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, bessere Anpassung an Klimaextreme und allgemein bessere Ertragssicherheit.

Gleichzeitig sieht der BEBV einige Knackpunkte bei den Neuen Züchtungstechnologien:

  • Das Patentrecht muss so ausgestaltet werden, dass es keine Abhängigkeit schafft und Züchter weiterhin frei arbeiten können. Dieses Thema muss in der laufenden Revision des Patenrechts zur Umsetzung der Motion 22.3014 «Mehr Transparenz bei den Patentrechten im Bereich Pflanzenzucht» angegangen werden.
  • Die Akzeptanz der Konsumierenden ist ein entscheidender Faktor. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Nach einer kurzen Erklärung beurteilt eine Mehrheit der Bevölkerung NZT als nützlich.

Der BEBV fordert eine offene und lösungsorientierte Weiterentwicklung des Rechtsrahmens, die sowohl wissenschaftliche als auch gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigt. Ziel bleibt, dass neue Sorten einen klaren Mehrwert für Landwirtschaft, Umwelt und Konsumierende bieten.

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