Das Berner Pflanzenschutz Projekt ist einzigartig und wertvoll
Das im 2017 lancierte Berner Pflanzenschutzprojekt hat sich seit Projektstart erfolgreich entwickelt. So beteiligen sich heute mehr als 3‘400 Bauernfamilien im Kanton Bern und setzen dabei bereits rund 9‘000 Massnahmen zur Reduktion der Einträge von Pflanzenschutzmittel in Gewässer um.
 
In den zwei Gewässer-Monitoringgebieten (Ballmoosbach und Chrümlisbach) stellen die Landwirte ihre aufbereiteten Feld-Daten zur Verfügung, damit die gemessenen Daten erklärt werden können.
 
Im Monitoringgebiet ist die eingesetzte Menge (in kg) an Pflanzenschutzmitteln zurückgegangen. Auch die Anzahl Überschreitungen der Grenzwerte nach Gewässerschutzverordnung und ökotoxikologischen Kriterien über die letzten vier Jahre haben tendenziell abgenommen. Die HAFL als wissenschaftliche Begleitung ist nun daran, die agronomischen Hintergründe aufzuarbeiten.
 
Das Projekt ist in seiner Konstellation, Gewässer- und Bewirtschaftungsdaten, zusammen mit den Monitoring-Landwirten und der Forschung, auszuwerten und gemeinsam praxistaugliche Lösungen zu finden, einzigartig. Unter anderem wird der Frage nachgegangen, welche Pflanzenschutzmittel auf welchem Weg in die Oberflächengewässer gelangen und welche Massnahmen wie nützen. Ein weiteres wichtiges Projektziel ist das Bewusstsein und die Sensibilisierung der Landwirtschaft auf die Umwelteinwirkungen von Pflanzenschutzmittel.
 
Der erste Zwischenbericht zur wissenschaftlichen Begleitung der HAFL wird im Herbst 2021 erfolgen. Wir werden weiter darüber berichten.
 
Eine Übersicht der aktuellen Massnahmen welche von den Bauernfamilien umgesetzt werden und weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier
 
Ihre Ansprechpersonen
Anna Stalder
Mitarbeiterin Politik und Märkte
031 938 22 79