Amtliche Neubewertungen von nicht-landwirtschaftlichen Liegenschaften
Seit Anfang Mai haben Liegenschaftsbesitzer in verschiedenen Regionen die angepassten Amtlichen Werte eröffnet erhalten, dies im Rahmen der Amtlichen Neubewertung (AN20) der nicht-landwirtschaftlichen Liegenschaften. Als Grundlage für die Festsetzung der Landrichtwerte sollen die erhobenen Kaufpreise aus der Bemessungsperiode 2012 bis 2016 dienen. Diese Landrichtwerte sind im ganzen Kanton Bern sehr unterschiedlich. Entsprechend gibt es aus Sicht der Haus- und Liegenschaftseigentümer keine Logik zur Gleichbehandlung aller Regionen, auf Grund einer Beurteilung am Schreibtisch. 
In der Region Gstaad/Saanenland sind bei dieser AN20 Erhöhungen mit Faktor 2.5 bis 3.0 Anfang September eröffnet worden. Die Bauernvereinigung Saanenland war sehr aufmerksam und hat festgestellt, dass viele Bauernfamilien in dieser Region betroffen sind. Für einen Liegenschaftsbesitzer ist eine solche Erhöhung weder nachvollziehbar, noch zu finanzieren und nicht tragbar. Bitte prüfen Sie die erhaltenen Papiere gut und gründlich, vor allem wenn Sie neben der Betriebsleiterwohnung noch weitere Wohneinheiten oder Liegenschaften besitzen. Bei Unklarheiten melden Sie sich bei der Steuerverwaltung oder auf ihrer Gemeinde. 

Wichtig: Verpassen Sie die Einsprachefrist nicht. In den uns bekannten Fällen liegt diese beim 26. November 2020. Künftige Betriebs- und Hofübergaben sind mit dieser Ausgangslage fast nicht mehr zu finanzieren. Grossräte und Nationalrat aus der Region kümmern sich, zusammen mit dem Hauseigentümer Verein und dem Berner Bauern Verband ums politische Vorgehen. Wir erwarten von der Berner Steuerverwaltung dieses ungerechte System zu überprüfen und spätestens nach den Einsprachen aus dieser Region eine individuelle Schätzung vor Ort vorzunehmen.
Ihre Ansprechpersonen
Karin Oesch
Geschäftsführerin
031 938 22 71