Versicherungsdeckung nach der Lehrzeit
Grundsätzlich unterstehen mitarbeitende Familienmitglieder in der Landwirtschaft nicht den Versicherungsobligatorien der Unfallversicherung und der Pensionskasse, ebenso gelangen die Bestimmungen des kantonalen landwirtschaftlichen Normalarbeitsvertrags nicht zur Anwendung. In der Praxis betrifft dies somit insbesondere Kinder, die auf dem elterlichen Betrieb mitarbeiten und ihren Versicherungsschutz hauptsächlich auf der Basis freiwilliger Taggeld- resp. Risikoversicherungen aufbauen müssen.
Die oben genannten Ausnahmen betreffend den Versicherungsobligatorien gelten jedoch während einer Lehre auf dem elterlichen Betrieb explizit nicht. Somit sind Söhne resp. Töchter während der Ausbildung (dazu gehören Erst-, Zweitausbildung, formalisierte Nachholbildung) auf dem elterlichen Betrieb wie familienfremde Lernende idealerweise über die Globalversicherung zu versichern. Bei familieneigenen Lernenden werden hingegen auf dem Lohn keine Beiträge für die Arbeitslosenversicherung und die Familienzulagen erhoben. 
Der aktuellen Situation anpassen
Familieneigene Arbeitskräfte, zum Beispiel Söhne und Töchter welche nach der Lehre auf dem elterlichen Betrieb beschäftigt werden, sind weder der Arbeitslosenversicherung, noch der Unfallversicherung gemäss UVG und auch nicht der beruflichen Vorsorge gemäss BVG obligatorisch unterstellt. Es wäre jedoch falsch, daraus zu folgern, dass es für diese Personen keinen zusätzlichen Versicherungsschutz braucht. Im Gegenteil: Familieneigene Arbeitskräften wird empfohlen, ihren Personenversicherungsschutz für die Folgen von Unfall, Krankheit bedarfsgerecht nach den folgenden Grundsätzen aufzubauen:
  • Krankenversicherung mit Unfalldeckung
  • Unfall- und Krankentaggeldversicherung in der Höhe des AHV-Lohnes oder 110.-/Tag (entspricht 100% Anstellung)
  • Invalidenrente von mindestens CHF 24‘000.- / Jahr
Ihre Ansprechpersonen
Andreas Bürgi
Mitarbeiter Beratung und Agrisano Regionalstelle Bern
031 938 22 56