Hofläden dürfen offen bleiben
Der Verkauf von Lebensmitteln in Hofläden ist weiterhin möglich. Bei bedienten Läden sind die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit zu beachten.
Die Schweiz befindet sich in einer «ausserordentlichen Lage» gemäss Epidemiengesetz. Alle Läden, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe sind bis mindestens am 19. April 2020 geschlossen. Lebensmittelläden und damit auch die Hofläden auf den Bauernbetrieben sind davon allerdings ausgenommen. Wenig problematisch sind Selbstbedienungsangebote auf den Höfen. Bediente Läden müssen die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit einhalten. Dazu gehören Hygienemassnahmen wie gründliches Händewaschen, Hände nicht schütteln sowie genügend Abstand zu anderen Personen sicherstellen. Das kann weiter heissen, die Anzahl Kundinnen und Kunden zu begrenzen, die gleichzeitig im Laden sind. Ideal ist weiter, eine bargeldlose Bezahlmöglichkeit anzubieten. Der Schweizer Bauernverband arbeitet dafür bereits seit längerem mit TWINT zusammen. Alle Informationen dafür sind auf www.vomhof.ch zu finden. Das Abhalten von Wochenmärkten ist nicht mehr erlaubt. 

Bezüglich Selbstpflückfelder:
Am 24. März hat die Bernische Marktaufsicht mitgeteilt, dass Selbstpflückfelder offen bleiben dürfen. Das Bundesamt für Gesundheit hat inzwischen ihre Erläuterungen am 28. März 2020 ergänzt. Nach neuer Praxis des Bundes fallen öffentliche Einrichtungen die unbedient sind grundsätzlich unter das Verbot von Artikel 6 Absatz 2 Covid-19 Verordnung 2. Hierunter fallen nach Auslegung des Bundes auch Selbstbedienungs-Solarien, nicht bediente Waschanlagen für Personenwagen und Nutzfahrzeuge und Selbstbedienungs-Blumenfelder. 
Nach dem Gesagten dürfen Selbstbedienungs-Blumenfelder nicht mehr offen halten!
 
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