Vogelgrippe (Geflügelpest oder Aviäre Influenza) in europäischen Ländern
Seit Jahresbeginn sind in sechs Ländern in Osteuropa (Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Tschechien und Ukraine) sowie in Deutschland Fälle von Hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI) in Geflügelbetrieben oder bei Wildvögeln aufgetreten.
Die Vogelgrippe oder Geflügelpest ist eine virale Krankheit der Vögel, die sehr ansteckend ist. Sie wird durch verschiedene Varianten der Subtypen H5 oder H7 des Influenza-A-Virus verursacht. Die Krankheitssymptome sind je nach Tierart unterschiedlich: Geflügel stirbt innert weniger Tage; bestimmte Wildvögel tragen das Virus ohne erkennbare Anzeichen, andere sterben daran. Das Virus wird über Körperflüssigkeiten und Kot ausgeschieden. Es wird sehr leicht von einem Vogel zum andern übertragen, durch direkten Kontakt, verseuchte Gegenstände oder Personen.

Die intensiven Handelsbeziehungen auf dem Geflügelsektor bergen die Gefahr einer weiteren Verbreitung der Seuche. Die betroffenen Staaten haben unverzüglich die erforderlichen Massnahmen ergriffen, einschließlich der Abgrenzung von Schutz- und Überwachungszonen, wodurch der Handel aus betroffenen Gebieten unterbunden wird.

In der Schweiz besteht ein Einfuhrverbot für lebendes Geflügel, Eintagsküken und Bruteier aus den Schutz- und Überwachungszonen der erwähnten europäischen Länder. Die Massnahmen und Zonen werden kontinuierlich angepasst und sind in einer Verordnung des Bundes festgelegt.

Massnahmen für Geflügelhaltende
Zum Schutz der Nutzgeflügelbestände wird Gefügelhaltenden empfohlen, Hygiene- und Biosicherheitsmassnahmen einzuhalten. Folgende Unterlagen geben den Geflügelhaltenden Anhaltspunkte, wie sie diese Massnahmen umsetzen können:
  • auf der Internetseite des Veterinärdienstes Bern sind Merkblätter mit Biosicherheitsmassnahmen aufgeschaltet
  • auf der Internetseite des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) sind weitere Informationen zu finden

Verdachtsfälle
Wenn Tiere ohne klinische Anzeichen sterben, wenn die Tiere plötzlich apathisch sind, ein stumpfes und struppiges Federkleid haben, nicht fressen wollen oder Atemnot zeigen, dann muss umgehend eine Tierärztin oder ein Tierarzt zugezogen werden.

Tote Wildvögel
Funde von einzelnen kranken oder toten Schwänen sowie von mehreren Vogelkadavern am gleichen Fundort sollen der Wildhut oder der Polizei gemeldet werden. Diese informieren den Veterinärdienst, welcher über das weitere Vorgehen entscheidet.
Ihre Ansprechpersonen
Veterinärdienst (VetD)
Kanton Bern
031 633 52 70