Maiswurzelbohrer gefunden – kein Mais auf Mais
Der gefährliche Maisschädling wurde im Kanton Bern verbreitet in Fallen gefunden. Da die effektivste Bekämpfung eine geregelte Fruchtfolge ohne Mais-auf-Mais-Anbau ist, ist Mais auf Mais im 2023 flächig verboten. Nun sind die betroffenen Gebiete klar festgelegt.
Der Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) gilt als gefährlicher Maisschädling und kann in Maiskulturen grossen Schaden anrichten mit Ernteverlusten bis zu 50%. Der Maiswurzelbohrer ist ein Quarantäne-Schädling und muss, gemäss Pflanzengesundheitsverordnung (PGesV), in der Schweiz bekämpft werden. Die Weibchen legen im Spätsommer die Eier in den Boden der Maisfelder ab. Im Mai schlüpfen die Larven. Steht wieder Mais, beginnen die Larven mit dem Fressen der Maiswurzeln. Der Mais fällt um oder stirbt ab. Steht kein Mais, überleben die Larven nicht. Die Larven sind nicht mobil. 

Die vom abgegrenzten Gebiet betroffenen Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter sind zu folgender Massnahme verpflichtet: Der Maisanbau im Jahr 2023 ist auf Parzellen und Flächen, auf denen im Jahr 2022 Mais angebaut wurde, nicht erlaubt. Die betroffenen Betriebe werden noch eine Verfügung zur Fruchtfolgeeinschränkung erhalten. 


Bei weiteren Fragen erteilen Auskunft:

Quarantäneorganismen Kanton Bern
schadorganismen@be.ch
Regula Schwarz: 031 636 49 11
Walter Beer: 031 633 46 15