Vermehrte Wolfspräsenz im Kanton Bern
Die aktuelle Wolfspräsenz ist eine enorme Belastung für die Schafhalterinnen und Schafhalter. Trotz Schutzmassnahmen kann es zu einem Riss kommen, wichtig ist, dass die betroffenen Familien anschliessend richtig handeln und begleitet werden.
 
Vorbeugende Schutz-Massnahmen:
  • Nach Möglichkeit Tiere über Nacht einstallen
  • Gut gespannter Zaun mit einer Stromspannung von mind. 3000 Volt
  • Zaunhöhe mind. 90cm, besseren Schutz bieten Zäune ab 1.05m.
  • Weitere Schutzmassnahmen finden Sie unter https://www.herdenschutzschweiz.ch/ oder beim Herdenschutzberater: Peter Berger, Inforama Hondrich: 031 636 83 14 / peter.berger@inforama.ch
 
Was ist zu tun nach einem Wolfsriss:
  • Umgehend den Wildhüter informieren, Tel. Wildhut: 0800 940 100
  • Übersicht Anzahl fehlende Tiere verschaffen (wichtige Info für Wildhüter)
  • Damit Rückstandsproben nicht verfälscht werden, ist es wichtig, dass die gerissenen Tiere nicht berührt werden und dass Hunde nicht in die Nähe des Fundortes gelangen.
  • Bis zum Eintreffen des Wildhüters die Situation unverändert lassen und bildlich dokumentieren
  • Der Wildhüter wird die weiteren Schritte und die Entschädigung der Tiere einleiten.
 
Entschädigung der Tiere
Dem Berner Bauern Verband ist es wichtig, dass die Schafhalterinnen und Schafhalter für sämtliche, im Zusammenhang mit einem Wolfsangriff gerissene oder vermisste Tiere, entschädigt werden. Betroffene Tierhalter, welche sich nicht genügend begleitet fühlen, können sich bei Bedarf an die BEBV Geschäftsstelle wenden, wir helfen bei der Vermittlung mit den Behörden.
Tel.: 031 938 22 22
 
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Jagdinspektorats Kanton Bern: https://www.weu.be.ch/de/start/themen/jagd-fischerei/jagd-wildtiere/wildtiere/wolf-kanton-bern.html