Sonderjagd auf Hirsch im Gebiet Niederhorn, Grindelwald und Meiringen
Das geplante Abschusskontingent für die Jagdsaison 2021 und die Nachjagd von Hirschen wurde in den Gebieten Niederhorn, Grindelwald und Meiringen (Wildräume 11/16/17) nicht erreicht. Deshalb hat das Jagdinspektorat Kt. Bern vom 16. – 30. November eine Sonderjagd genehmigt. Solche Sonderjagden werden nur in Wildräumen durchgeführt, in denen die Bestände zu gross sind und entsprechende Schäden an jungen Bäumen auftreten, sogenannter Verbiss- oder Schälschaden.
Der Berner Bauern Verband erwartet, dass diese Sonderjagd effizient gestaltet wird, so dass der Hirschbestand auf die abgemachte und so auf ein verträgliches Mass heruntergesetzt wird. Seit Jahren nimmt der Hirschbestand zu und fügt den Land- und Waldbewirtschaftern erheblichen Schaden zu. Gerade zu Beginn des Frühlings und im Spätsommer, wenn ganze Rudel in tiefere Lagen verschieben und grosse Flächen Gras kahlfressen, fehlt dieses Grundfutter für die Viehbestände.

Sollte während der Sonderjagd in den betroffenen Gebieten die Abschusskontingente nicht erreicht werden, besteht die Gefahr, dass sich die Population in den genannten und weiteren Wildräumen weit über die zumutbare Bestandesgrösse entwickelt. Der Berner Bauern Verband wird erweiterte Massnahmen für die Dezimierung der Hirschbestände und Schadenersatz fordern. 

Von Wildschäden betroffene Eigentümerinnen und Eigentümer haben unter gewissen Bedingungen Anrecht auf eine Entschädigung. Die Wegleitung Wildschadenersatz erläutert, welche Schäden entschädigt werden. Wenn Anrecht auf Entschädigung besteht, muss das Wildschadenersatzgesuch ausgefüllt und beim Jagdinspektorat eingereicht werden. Das Jagdinspektorat beauftragt darauf den zuständigen Wildhüter mit der Schätzung. Der zuständige Wildhüter kann auch beratend beigezogen werden für Massnahmen gegen Wildschäden. Bei Fragen oder Unklarheiten, gibt das Jagdinspektorat gerne Auskunft. 
Ihre Ansprechpersonen
LANAT Amt für Landwirtschaft und Natur: Jagdinspektorat

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