Neue Kontrollpunkte Gewässerschutz – Umsetzung im Kanton Bern
Ab Sommer 2022 werden auch im Kanton Bern die 13 Gewässerschutz Kontrollpunkte in der Grundkontrolle überprüft. Die Kontrollpunkte basieren auf nationalen Vorgaben, welche die Konferenz der Vorsteher der Umweltschutzämter der Schweiz (KVU) aufgrund bestehender Umweltgesetzgebung ausgearbeitet haben. Die Umsetzung und der Vollzug liegen bei den Kantonen.
In reiner Sichtkontrolle werden 13 Kontrollpunkte mit den Themenschwerpunkten landwirtschaftliche Bauten, Mineral- und Hofdünger (Lagerung, Laufhöfe, Umschlagplätze), Pflanzenschutzmittel (Füll- und Waschplatz, Lagerung), Treibstoffe, Fette, Öle (Betankungsplatz und Lagerung) sowie diffuse Einträge von Nährstoffen und PSM (Weide und Schächte) überprüft. Das Agridea-Merkblatt gibt einen nützlichen Überblick.
 
Der Berner Bauern Verband (BEBV) vertritt die Meinung, dass der Schutz unserer Gewässer hohe Priorität hat. Er befürwortet die Sensibilisierung in diesem Thema. Die Förderung von Spritzenfüll- und Waschplätzen über das Berner Pflanzenschutzprojekt sowie die Informationsveranstaltungen und Diskussionen dazu haben zu wesentlichen Verbesserungen bezüglich der Gewässerschutzsituation auf vielen Betrieben beigetragen. Früh hat der BEBV das Gespräch mit den kantonalen Behörden gesucht und eine praxistaugliche Ausarbeitung und Umsetzung sowie eine verhältnismässige Kontrolle gefordert. So müssen beispielsweise die Wetterverhältnisse beim Kontrollpunkt Morast auf Weideflächen einbezogen werden.
 
Der BEBV sieht in einzelnen Punkten für viele Landwirtschaftsbetriebe grosse Herausforderungen. In gewissen Fällen wird gar eine Baubewilligung nötig sein. 
Wir begrüssen, dass auf Pilotbetrieben der Vollzug erprobt und die nötigen Lehren daraus gezogen werden, um eine pragmatische Umsetzung zu gewährleisten. Die Verantwortlichen sind in der Pflicht, die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter rechtzeitig zu informieren und zu beraten.
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