Neues Fokusmagazin Tierhaltung

Das neu erschienene Fokusmagazin «So leben die Nutztiere in der Schweiz» vom Januar 2022 des SBV zeigt auf, wie die einheimischen Nutztiere leben. Dazu gehört die Entwicklung der Nutztierbestände, die Veränderungen im Tierschutz und die heutigen Haltungsbedingungen bei den verschiedenen Tierarten. Ein Kapitel widmet sich dem Vergleich mit dem Ausland. Das Magazin steht auf der Webseite in digitaler Form zur Verfügung und kann in gedruckter Form beim SBV bestellt werden.

Flyer MTI - "So sind die Tierhaltungsbetriebe und die Landwirtschaft generell davon"
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Das Berner Komitee «Nein zur Massentierhaltungsinitiative» setzt sich vehement zur Bekämpfung der unnötigen Massentierhaltungsinitiative ein. Von Massentierhaltung kann hierzulande nicht die Rede sein. Die Schweizer Tierhaltung ist dank umfassenden gesetzlichen Vorgaben, festgelegten Höchsttierbeständen, tierspezifischen Gesundheits‐ und Tierprogrammen weltweit führend. Was die Massentierhaltungsinitiative fordert ist bereits heute für unsere Konsumentinnen und Konsumenten in den Läden erhältlich.
 
Das Berner Kern-Komitee (verlinken Foto und Namensliste) zählt auf Solidarität innerhalb der Landwirtschaft und brauchen in der in der Aufklärungs- und Abstimmungskampagne gegen die Massentierhaltungsinitiative
wieder ein gemeinsames und grosses Engagement unserer Mitglieder und der landwirtschaftsnahen Organisationen und Unternehmen im Kanton Bern.


Berner Kern Komitee:


* Stefan Schumacher, Präsident Berner Fleckviehzucht Verband
* Jürg Bärtschi, Vorstand Schweizer Geflügelproduzenten
Barbara Lüthi‐Kohler, Vize‐Präsidentin Verband Bernischer Landfrauenvereine
* Franz Guillebeau, Präsident Suisseporcs Sektion Mittelland‐West
* Katja Riem, Winzerin EFZ, Grossrätin Kt. Bern
* Werner Salzmann, Ständerat Kt. BE, Präsident Verband Schweizer Gemüseproduzenten, Präsident Schweizer Ver‐
band für Landtechnik
Michelle Wyss, Vize‐Präsidentin Berner Jungzüchter
* Maël Matile, Vorstand EIBAG, Eierproduzenten Bern und Umgebung
* Hans Jörg Rüegsegger, Präsident Berner Bauern Verband  

*Mitglieder CO‐Präsidium Berner Kern‐Komitee Nein zur Massentierhaltungsinitiative
 
Erweitertes Berner Komitee mit Fachspezialisten:

Bernhard Fuchs, Regionalpräsident Berner Oberland

Fabian Schenk, Oberaargauischer Bauern Verein    

Daniel Weber, Regionalpräsident Seeland, Stv. Ronny Köhli

Heinz Kämpfer, Vize-Präsident BEBV, Regionalpräsident Emmental

Markus Lüscher, Regionalpräsident Berner Mittelland

Tessa Grossniklaus, Regionalpräsidentin Berner Jura

Adrian Bieri, Bio Bauer

Beat Bösiger, GVBF

Ernst Wandfluh, FK Tierproduktion

Hans Schüpbach, Bio Bauer

Nicole Mühlestein, Bio Bäuerin

Rahel Thévoz, VSF

Ruedi Fischer, FK Pflanzenproduktion

Simon Hertig, FK Tierproduktion
 

 Unterstützende Verbände:
(Können sich via Website eintragen)
 Datei

Private Unterstützende:
(können sich via Website eintragen):
Datei
Unnötige Massentierhaltungsinitiative
Den Schweizer Bauernfamilien liegen ihre Nutztiere am Herzen. Sie kümmern sich an sieben Tagen in der Woche und 365 Tagen im Jahr gut um sie. Die einheimische Landwirtschaft zeichnet sich durch ein extrem hohes Tierwohlniveau aus. Dafür sorgen:
 
  • ein weltweit einzigartig strenges Tierschutzgesetz
  • gesetzliche limitierte Zahl an Tieren pro Betrieb bei Hühnern, Schweinen und Kälbern
  • sehr wirksame Anreizprogramme für besonders tierfreundliche Ställe und regelmässigen Auslauf im Freien
  • zahlreiche weitergehende Labelangebote
  • ein funktionierendes Kontrollsystem.
 
Der von der Initiative geforderte Standard existiert mit dem Bio-Angebot bereits. Wer tierische Produkte in diesem Sinn sucht, findet diese heute schon im Laden. Die Initiative ist folglich unnötig. Sie würde den Verlust von Wahlfreiheit bedeuten, weil Fleisch, Milch, Käse oder Eier nur noch in Bioqualität und -preisklasse erhältlich wären.
 
Bereits heute ist die Schweiz zur Versorgung der Bevölkerung auf umfangreiche Importe angewiesen. Diese würden sich bei einer Annahme der Initiative speziell beim Geflügelfleisch, Eiern und Schweinefleisch stark erhöhen.

DESHALB: NEIN ZUR UNNÖTIGEN MASSENTIERHALTUNGSINITIATIVE
 
Alles schon da
Der von der Initiative geforderte Standard existiert mit dem Bio-Angebot und anderen Tierwohllabels bereits. Wer tierische Produkte in diesem Sinn sucht, findet diese heute schon im Laden. Die Initiative würde den Verlust von Wahlfreiheit bedeuten.
 
Angebot grösser als Nachfrage
Das Angebot ist heute in vielen Bereichen höher als die Nachfrage. So lassen sich beispielsweise nur 30 Prozent aller Mastschweine über ein Tierwohllabel mit Mehrwert verkaufen, obwohl über 60 Prozent aller Mastschweine in einem besonders tierfreundlichen Stall leben und auch nach Draussen können.
 
Tierwohl in der Schweiz grossgeschrieben
Gemäss den Initianten bedeutet Massentierhaltung «Grossbetriebe, bei denen das Tierwohl systematisch verletzt wird». Die Tierhaltung in der Schweiz ist klein strukturiert, basiert auf dem strengsten Tierschutzgesetz der Welt und wird umfassend kontrolliert. Es gibt bei uns keine systematische Verletzung des Tierwohls. Im Gegenteil: Die allermeisten Bauernfamilien kümmern sich Tag für Tag nach bestem Wissen und Gewissen und um ihre Tiere.

Weniger regionale Produktion, mehr Importe
Wir sind zur Versorgung der Bevölkerung auf umfangreiche Importe angewiesen. Diese würden sich bei einer Annahme der Initiative speziell beim Geflügelfleisch, Eiern und Schweinefleisch stark erhöhen.
 
Höhere Konsumentenpreise
Der geforderte Bio-Standard in der Tierhaltung ist mit hohen Mehrkosten in der Produktion verbunden. Tierische Lebensmittel würden sich je nach Produkt um 20 bis 40 Prozent verteuern und das Portemonnaie der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten mit rund 1800 Franken im Jahr zusätzlich belasten.
 
Kein Mehrwert fürs Tierwohl im Ausland
Die Initiative sieht vor, dass für Importe von tierischen Produkten ebenfalls strengere Regeln gelten sollen. Das wäre eine klare Verletzung unserer Verpflichtungen gegenüber der WTO. Es ist anzunehmen, dass sich bei den Importen schlussendlich keine gleichwertigen Tierschutzvorgaben durchsetzen lassen. Die Initiative würde dann zu steigenden Importen von tierischen Produkten aus Staaten mit einem tiefen Tierwohlniveau führen. 
 
Konflikt mit Raumplanung
Weil die Anzahl Tiere pro Stall begrenzt wird und der verlangte Platz pro Tier viel grösser ist, müssten die betroffenen Tierbetriebe ihre Ställe vergrössern, mehrere kleinere Ställe bauen oder den Tierbestand reduzieren. Ställe vergrössern oder neu bauen, ist aufgrund der raumplanerischen Vorgaben kaum mehr möglich.
 
Unverhältnismässig
Es macht keinen Sinn, die Anforderungen eines Labels als Grundlage für die Produktion in die Bundesverfassung zu schreiben.
 
Mehr zur Tierhaltung in der Schweiz findest du hier.
Initiative
Die Massentierhaltungsinitiative verlangt, dass die Nutztierhaltung zur «Wahrung der Würde der Tiere» mindestens die Bio-Suisse Anforderungen aus dem Jahr 2018 einhalten muss. 

Initiativtext
NEU ART. 80A BV (Landwirtschaftliche Tierhaltung)
1.    Der Bund schützt die Würde des Tieres in der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Die Tierwürde umfasst den Anspruch, nicht in Massentierhaltung zu leben.
2.    Massentierhaltung bezeichnet eine technisierte Tierhaltung in Grossbetrieben zur Gewinnung möglichst vieler tierischer Produkte, bei der das Tierwohl systematisch verletzt wird.
3.    Der Bund legt die Kriterien für eine tierfreundliche Unterbringung und Pflege, den Zugang ins Freie, die Schlachtung und die maximale Gruppengrösse je Stall fest.
4.    Der Bund erlässt Vorschriften über den Import von Tieren und Tierprodukten zu Ernährungszwecken, die diesem Artikel Rechnung tragen.
ART. 197 BV (Übergansbestimmung)
neu Ziff. ### Die Ausführungsbestimmungen zur landwirtschaftlichen Tierhaltung gemäss Art. 80a BV können Übergangsfristen für die Transformation der landwirtschaftlichen Tierhaltung von maximal 25 Jahren vorsehen. Die Ausführungsgesetzgebung orientiert sich bezüglich Würde des Tiers an Bio Suisse Standards (mindestens Stand 2018). Ist die Ausführungsgesetzgebung zu Art. 80a BV nach dessen Annahme nicht innert 3 Jahren in Kraft getreten, erlässt der Bundesrat Ausführungsbestimmungen vorübergehend auf dem Verordnungsweg.
Danke, dass Sie sich gegen die unnötige und teure Massentierhaltungsinitiative engagieren möchten!

Zurzeit können Sie uns Geld spenden, um unsere Kampagne zu unterstützen.

CH04 0900 0000 1559 7219 4
Kontonummer 15-597219-4
BIC POFICHBEXXX

Postfinance

Begünstigter:
Berner Bauern Verband
Milchstrasse 9
3072 Ostermundigen

Vermerk: Massentierhaltungsinitiative

oder per QR-Code



Herzlichen Dank im Voraus!
Massnahmen auf kantonaler Ebene
  • Gründung eines kantonalen Komitees
  • Zur Verfügung stellen von Fahnen & Plakaten zur Abstimmungskampagne 
  • Information und verteilen von Flyern zur Abstimmungskampagne an Anlässen und Versammlungen, in Hofläden, auf dem Markt…
  • Verteilaktionen von Flyer zur Abstimmungskampagne und einem Produkt in Bahnhöfen und an gut frequentierten Stellen wie Einkaufsläden
  • Aufklärung über Social Media Kanäle wie Facebook, Instagram und Twitter, teilen von Posts und Beiträgen anderer
  • Online Banner-Werbung
  • Verfassen von Leserbriefen als Reaktion auf erschienen Artikel
  • Testimonial-Inserate von Bauernfamilien, Konsumentinnen und Konsumenten, Betroffenen in den Lokalmedien
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Bei Fragen im Zusammenhang mit der Massentierhaltungsinitiative oder unserem Engagement dagegen wenden Sie sich bitte an kommunikation@bernerbauern.ch.
 

Berner Bauern Verband

Komitee Nein zur unnötigen Tierhaltungsinitiative

Telefon: 031 938 22 00

E-Mail: kommunikation@bernerbauern.ch