Aktuelle Themen und Projekte aus der Interessenvertretung
Vertretung der Interessen der Berner Landwirtschaft bedeutet, dass wir uns in Verhandlungen mit der Politik, der Verwaltung und anderen Organisationen für die Meinungen und Anliegen der Berner Bäuerinnen und Bauern einsetzen. Das Themengebiet ist weitläufig und erstreckt sich von Stellungnahmen zu politischen Geschäften bis hin zur Unterstützung bei Konflikten auf einzelnen Betrieben.er.
Umsetzung Massnahmenplan sauberes Wasser
Der Bundesrat hat am 13. April 2022 über das Verordnungspaket zur Pa. Iv. entschieden. Das Verordnungspaket zur parlamentarischen Initiative wird auch Absenkpfad oder Massnahmenplan für sauberes Wasser genannt. Die meisten Verordnungsänderungen treten per 1. Januar 2023 in Kraft. Das BLW hat nun verschiedene Fragen zum Vollzug der neuen Massnahmen beantwortet. 
Extreme Trockenheit: Ausnahmen im ÖLN und in DZ-Massnahmen möglich!
Die anhaltende Trockenheit gilt nach Direktzahlungsverordnung als höhere Gewalt (DZV Art. 106). Das erlaubt Ausnahmen im ÖLN und in Direktzahlungsmassnahmen. Jede Ausnahme muss zwingend mit einem Formular bei der Abteilung für Direktzahlungen des Kantons Bern beantragt werden. Das Formular muss von der Erhebungsstelle unterzeichnet und nach Möglichkeit mit Belegen (z.B. Fotos) unterstützt werden. Die Abteilung Direktzahlungen entscheidet über die Genehmigung. 
Schleppschlauchobligatorium ab 2024
Die Bedenken der Branche gegenüber dem Umsetzungshorizont wurden aufgenommen. Der Bundesrat hat am 3. November entschieden, dass die Pflicht zum emissionsmindernden Ausbringverfahren, sprich «Schleppschlauchobligatorium» erst ab 2024 gilt.
Der Berner Bauern Verband wie auch der SBV erachten diesen Entscheid als wichtig und richtig. Eine Umsetzung auf 2022 hätte verschiedene Herausforderungen verstärkt wie die langen Lieferfristen oder die Differenz zwischen Umweltrecht und Agrarvollzug.
Bedeutung der SAK in der Landwirtschaft

Im Kanton Bern wird diskutiert, ob man die Gewerbegrenze für landwirtschaftliche Betriebe von 1 SAK (Talzone) und 0.75 SAK (Berg- und Hügelzone) auf 0.6 SAK in allen Zonen (Motion Graber) oder gemäss Vorschlag der FiKo auf 0.85 SAK (Talzone) und 0.6 SAK (Berg- und Hügelzone) senken soll. Die Erläuterung soll das bestehende System und die Auswirkungen einer Senkung der Gewerbegrenze erläutern. 



Nachtrag: Der Berner Regierungsrat setzte die neue Gewerbegrenze 0.85 SAK (Talzone) und 0.6 SAK (Berg- und Hügelzone) auf den 1. April 2019 in Kraft.
Gesetzesrevision 2021 der Quellensteuer QST
Am 1. Januar 2021 treten die revidierten Bestimmungen der Quellenbesteuerung in Kraft. 
Das Hauptziel dieser Gesetzesrevision ist die Beseitigung von Ungleichbehandlungen zwischen quellenbesteuerten und ordentlich besteuerten Personen. Zudem wurden die Kantone verpflichtet, die Berechnung der QST schweizweit zu vereinheitlichen.
Landwirtschaftliches Verordnungspaket 2020 durch BR verabschiedet
Der Bundesrat hat das landwirtschaftliche Verordnungspaket 2020 verabschiedet und die Änderungen bekannt gegeben. Der BEBV begrüsst alle Anpassungen, welche den administrativen Aufwand für die landwirtschaftlichen Betriebe und auch für die Verwaltung reduzieren. 
Einkauf in berufliche Altersvorsorge
Meldungen für die Anpassung des Versicherten Einkommens für die Altersvorsorge und Formulare für die Berechnung des Einkaufs in die Altersvorsorge (Agrisano Prevos) sind bis spätestens Ende Novermber einzusenden.
Bauvorhaben in der Landwirtschaftszone - Informationen und Checkliste
Die bundesgesetzlichen Bestimmungen für das Bauen ausserhalb der Bauzonen sind komplex. Oft sind die Bauwilligen überrascht, was sie alles zu beachten haben. Es ist somit für alle Beteiligten hilfreich, die wichtigsten Grundsätze des Bauens ausserhalb der Bauzonen zu kennen.
 
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Fahrende unterwegs - was tun bei unbewilligter Belegung von Landwirtschaftsland
In der Schweiz und auch explizit im Kanton Bern sind aktuell diverse Gruppen von Fahrenden unterwegs. Es ist mit spontanen, unbewilligten Belegungen von Landwirtschaftsland zu rechnen. Was können Bauernfamilien tun, wenn Fahrende ihr Land ungefragt belegen, oder im besseren Fall um eine Belegung anfragen?  Wir raten in jedem Fall zur Vorsicht und empfehlen eine Absprache mit den Gemeindebehörden vor dem Abschluss eines Vertrages. Im besten Fall werden Bauernfamilien von Fahrenden vorgängig angefragt, ob sie ein Grundstück vorübergehend als Standplatz vermieten würden. 
Ihre Ansprechpersonen
Karin Oesch
Geschäftsführerin
031 938 22 71