Weiterhin Anschluss unter dieser Nummer – Alpbetriebe rüsten digital auf
Weiterhin Anschluss unter dieser Nummer – Alpbetriebe rüsten digital auf
Fritz von Känel und seine Familie betreiben eine Alpwirtschaft im Kiental im Berner Oberland. Die Hütte auf der unteren Staffel liegt auf 1500 m.ü.M, die obere Staffel auf dem Hohkien auf rund 2100 m.ü.M. Auf eine Telefonverbindung ist Familie von Känel angewiesen. Gemeinsam mit dem SAV hat Swisscom die Umstellung auf die moderne IP-Technologie begleitet.
Ein funktionierender Telefonanschluss ist für Fritz von Känel und seine Familie wichtig. Denn dieser ist während der Alpzeit die Verbindung zur Aussenwelt. Erst kürzlich konnte dank dem Telefonanschluss auf der oberen Staffel die Rega aufgeboten werden, als ein junger Wanderer in der Nähe abgestürzt war. Bei Unfällen oder Krankheiten – ob bei Mensch oder Tier – kann Fritz von Känel Hilfe holen und schnell reagieren. Dazu erleichtert der Telefonanschluss ganz allgemein die Organisation auf der Alp. Zum Beispiel wenn von der einen Hütte zur anderen kommuniziert werden muss.

Schritt ins digitale Zeitalter
Aktuell läuft international der Wechsel von der herkömmlichen Festnetztelefonie hin zur IP-Telefonie (Internet Protokoll). Auch die Alpbetriebe in der Schweiz stehen vor dem Schritt in das digitale Zeitalter. Die Herausforderung: Mit der Umstellung steht die Fernspeisung der herkömmlichen Telefonleitung mit Strom nicht mehr zur Verfügung. Der IP-Telefonanschluss benötigt einen Router, dieser wiederum ist auf eine lokale Stromversorgung angewiesen. Und diese ist nicht Gegenstand des Telekom-Grundversorgungsauftrages. Deshalb hat der Schweizerische Alpwirtschaftliche Verband (SAV) mit Swisscom eine Partnerschaft abgeschlossen. Gemeinsam soll die Kommunikation an abgelegenen Standorten in der ganzen Schweiz sichergestellt werden. Der SAV regelt die Stromversorgung, Swisscom sorgt für die IP-Telefonie.

Fritz von Känel von der Umstellung überzeugt

Um die Stromversorgung für die IP-Telefonie sicherzustellen, wurde bei der Alphütte von Fritz von Känel eine Solaranlage mit zwei Solarpanels installiert. Zwei Batterien speichern den produzierten Strom. Da es in der Gegend der beiden Alphütten keine Mobilfunkverbindung gibt, wurde zur Sicherstellung des Telefonanschlusses auf eine Satellitenlösung eingesetzt. Mit dem Satelliten sind das Modem und die Internetbox verbunden. Um den für die neue Technologie notwendigen Strom auch in die obere Hütte zu bringen, wurde die bestehende Freileitung verwendet. Mit der Umstellung auf die IP-Telefonie hat der Alpwirtschaftsbetrieb den Schritt in die digitale Zukunft gemacht. Fritz von Känel hat auch schon die Vorteile der neuen IP-Telefonie erkannt: «Es ist praktisch, dass wir am Abend sehen, wer uns erreichen wollte.»


Umstellung auf IP-Telefonie: Alpbetriebe ohne Stromversorgung melden sich beim SAV
Alpwirtschaftsbetriebe ohne Stromversorgung sind dringend gebeten, sich beim SAV zu melden, um Unterstützung bezüglich der Stromversorgung und zur Umstellung auf die IP-Telefonie beantragen.

Kontakt SAV-Geschäftsstelle
Seilerstrasse 4
3001 Bern
Tel: 031 382 10 10 oder E-Mail: info@alpwirtschaft.ch


Hintergrundinformation All IP Umstellung von Swisscom
Die herkömmliche, analoge Festnetztelefonie ist über 100 Jahre alt und entspricht nicht mehr den Bedürfnissen der Kunden und des Wirtschaftsstandorts Schweiz. Mit der Umstellung auf die IP-Telefonie, die bereits seit vielen Jahren im Gang ist, schafft Swisscom die technologische Voraussetzung für die Digitalisierung des Wirtschaftsstandortes Schweiz; dabei investiert sie jährlich rund CHF 1,7 Mrd. in den Ausbau und die Modernisierung des Netzes. Weltweit stellen Kommunikationsunternehmen auf die zukunftsorientierte IP–Technologie um. Mittlerweile profitieren über drei Viertel der Kunden – mehr als 1,8 Mio. – von den Vorteilen der IP-Telefonie. Swisscom ist heute schon dabei, an vereinzelten Standorten die veraltete Infrastruktur ganz auf IP umzustellen. Ab Anfang 2018 erfolgt in grösseren Regionen der Schweiz die vollständige Umstellung der Kundenanschlüsse auf IP, so dass dort der Rückbau der alten Infrastruktur vorangetrieben werden kann.
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