Revision RPG 2 - Bauen ausserhalb der Bauzone
Revision RPG 2 - Bauen ausserhalb der Bauzone
Das Bundesamt für Raumentwicklung ARE hat die 2. Etappe der Revision zum Raumplanungsgesetz in die Anhörung geschickt. Das Kernthema dieser Revision ist das Bauen ausserhalb der Bauzonen. Der Handlungsbedarf in diesem Bereich ist gross, betroffen ist hauptsächlich die Landwirtschaft. Dementsprechend engagiert sich der SBV und der Berner Bauern Verband in dieser Frage aktiv.

Zentrale Anliegen:

  • Wichtig wäre eine flexiblere Handhabung in der Umnutzung von bestehenden Gebäuden mit Wohnraum. So kann der Erhalt der Gebäude sichergestellt und ein wichtiger Beitrag zur dezentralen Besiedelung geleistet werden. Ausserdem wird Wohnraum geschaffen ohne neues Land zu verbauen, was dem Anliegen des Kulturlandschutz Rechnung trägt.
  • Das Marktumfeld und auch die Politik fordert von der Landwirtschaft Innovation und Flexibilität. Das Raumplanungsgesetz muss in dieser Hinsicht zwingend mehr Spielraum schaffen in Bezug auf die Möglichkeiten in der Landwirtschaftszone. Die Definition von zonenkonformen Tätigkeiten und die Bewilligungsprozesse müssen an die aktuellen Anforderungen angepasst werden.
  • Die gestiegenen Anforderungen an den Landschaftsschutz, auch wegen der grösseren Bauten, müssen in geeigneter Weise in die Gesetzgebung integriert werden. Ohne Verlängerung der Bewilligungsverfahren, damit die Qualität der Bautätigkeit trotzdem zunimmt ohne dabei die Wirtschaftlichkeit zu gefährden.
  • Der Widerspruch zwischen Geruchsabständen und der Anforderung, neue Bauten möglichst an bestehende Siedlungsgebiete anzugliedern oder zu integrieren, ist zu lösen.

 

Es gilt zentrale Fragen zu lösen. Leider gibt die vorliegende Version des RPG 2 auf oben erwähnte Punkte kaum konstruktive Ansätze. Nach einer ersten Beurteilung muss festgehalten werden, dass zwar gewisse Probleme gelöst werden, andere aber neu geschaffen oder gar verstärkt werden. Die endgültige Haltung zur vorliegenden Revision wird noch erarbeitet und kommuniziert. Wir sind aber eher skeptisch.

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