Maiswurzelbohrer
Maiswurzelbohrer

In diesem Sommer wurde der gefährliche Maisschädling in den Nachbarkantonen Jura, Solothurn, Aargau und Luzern gefunden. Dies hat auch Auswirkungen auf den Kanton Bern.

Kein Mais auf Mais
Der Maiswurzelbohrer ist ein gelb-schwarz-gestreifter Käfer und gilt als der wirtschaftlich gefährlichste Maisschädling. Er kann zu Ernteausfällen von 50% und mehr führen. Der in Amerika heimische Käfer wurde erstmals im Jahr 2000 in der Schweiz entdeckt. Die Weibchen des Käfers legen die Eier im Spätsommer in den Boden ab, bevorzugt in Maisfelder. Im Mai schlüpfen die Larven und beginnen mit dem Fressen der Maiswurzeln. Dies führt dazu, dass der Mais umfällt und abstirbt. Deshalb ist eine der wichtigsten Massnahmen gegen den Maiswurzelbohrer eine Fruchtfolge ohne Mais nach Mais. So sterben die meisten Larven ab, wenn im folgenden Frühjahr kein Mais auf derselben Parzelle angepflanzt wird. Insektizide zur Bekämpfung sind keine bewilligt.


Quarantäne-Schadorganismus
Der Maiswurzelbohrer gilt in der Schweiz als Quarantäne-Schadorganismus und ist meldepflichtig.
Zur Überwachung werden jährlich in allen Kantonen, in denen Mais angebaut wird, über 200 Fallen für die Beobachtung des Maiswurzelbohrers aufgestellt und regelmässig kontrolliert. Wird ein Maiswurzelbohrer gefangen, darf im Umkreis von 10 km der Fangstelle (Sicherheitszone) im nächsten Jahr kein Mais auf Mais angebaut werden. Zudem muss in der Kernzone (5 km um die Fangstelle) die Mais-Ernte bis zum 30. September (Ende der Flugzeit der Käfer) in dieser Kernzone bleiben, und darf nicht ausgeführt werden (Ausnahmen: Siloballen, Trockenprodukte).


Betroffene Gemeinden im Kanton Bern
Da Anfang Juli 2018 in den Fallen des Kantons Aargau, Jura, Luzern und Solothurn Maiswurzelbohrer gefangen wurden, ist der Kanton Bern mit folgenden Gemeinden von der Sicherheitszonenregelung betroffen:
Aarwangen, Busswil b. Melchnau, Langenthal, Melchnau, Obersteckholz, Roggwil, Schelten, Schwarzhäusern, Seehof, Wynau, sowie im Berner Jura Belprahon, Corcelles, Crémines, Grandval, Moutier und Roches.

Die betroffenen Landwirte wurden von der Pflanzenschutzfachstelle des Kantons Bern direkt angeschrieben.
Ihre Ansprechpersonen
 
Zentrale Dienste
031 938 22 22