Freigabe Rapserdfloh-Behandlung - nichts überstürzen
Freigabe Rapserdfloh-Behandlung - nichts überstürzen
Der Rapserdfloh ist diesen Herbst sehr aktiv. Falls eine Behandlung nötig ist, empfiehlt die Fachstelle Pflanzenschutz diese Mitte bis Ende Oktober zu machen. Die Schadschwellen sind unbedingt zu beachten. Diesen Herbst ist ausnahmsweise eine Behandlung zur Bekämpfung des Rapserdflohs freigegeben (d.h. ohne Sonderbewilligung).
Später spritzen lohnt sich

Im Keimblatt-Stadium machen die Erdflöhe nur Schaden durch Frass. Die Schadschwelle liegt bei 50 % der Pflanzen mit mehreren Frasstellen (gilt nur bei schwach entwickelten Beständen). Eine Behandlung lohnt sich also nur, wenn zu befürchten ist, dass der Erdfloh die Bestandesdichte drastisch reduziert. Gut entwickelte Bestände können sich in der Regel vom Erdfloh-Frass gut erholen und bilden rasch erste echte Blätter.

Eine Behandlung gegen Mitte Oktober, wenn der Raps das 5-6-Blatt-Stadium erreicht hat, ist am wirkungsvollsten, da so auch die Larven erreicht werden. Eine Übersicht über die Bekämpfung des Rapserdflohs finden Sie hier.

Eine Behandlung ohne Sonderbewilligung
Wegen den vielen Erdflohfängen in den Fallen und den zahlreichen Anfragen für Sonderbewilligungen hat die Fachstelle Pflanzenschutz des Kantons Bern entschieden, eine Behandlung zur Bekämpfung des Rapserdflohs im Herbst 2018 freizugeben. Die Schadschwelle ist auf jeden Fall zu beachten.

 

Folgende Bedingungen gelten:

  • Es ist nur 1 Behandlung ohne Sonderbewilligung erlaubt
  • Für eine Behandlung muss die Schadschwelle erreicht worden sein:
    - Keimblatt-Stadium: Mehr als 50 % der Pflanzen mit Frasstellen bei schlecht entwickelten Beständen.
    - 5-6-Blattstadium (Anfangs-Mitte Oktober): Mehr als 80% der Pflanzen mit mehreren Frasstellen oder mehr als 100 Fänge in 3 Wochen oder mehr als 7 von 10 Pflanzen mit Larven. Das Aufstellen einer Gelbschalenfalle ist daher empfohlen. 
  • Die Produkt-Auflagen wie z.B. die Gewässerabstände und Dosierungen sind einzuhalten
  • Die Freigabe gilt nur für den Kanton Bern und ist auf den 31. Oktober 2018 begrenzt.

Hotline für Sonderbewilligungen: 031 363 49 30

 

 

Der Erdfloh macht immer Loch- oder Fensterfrass im Blattinnern. Der Schneckenfrass kennzeichnet sich durch Frass am Blattrand. Frass am Blattrand wird nie durch den Erdfloh verursacht.
Bildquelle: Fachstelle Pflanzenschutz

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