Erosionsvollzug ab 2017: Eigenverantwortung und Selbstdeklaration wahrnehmen
Erosionsvollzug ab 2017: Eigenverantwortung und Selbstdeklaration wahrnehmen

Während der Frühjahrs- und Sommermonate erhielten wir in vielen Teilen des Kantons Bern unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen, was sich in wenigen Bodenerosionsereignissen widerspiegelt hat. Trotzdem hinterliessen einige starke Gewitterzüge massive Erosionsschäden.

Mehrere Landwirte meldeten sich bei der Fachstelle Bodenschutz zur Abklärung der Ursache. In manchen Fällen handelte es sich um natur- oder infrastrukturbedingte Ursachen. Lediglich bei bewirtschaftungsbedingter Erosion ist der Landwirt verpflichtet, Massnahmen zu ergreifen beziehungsweise einen Massnahmenplan zu erstellen (Erosionsvollzug 2017).

 

Fallen die fehlenden Niederschläge in den kommenden Herbst- und Wintermonaten doch noch, nimmt das Erosionsrisiko nicht nur auf den rot gefärbten Flächen der Erosionsrisikokarte zu (Erosionsrisikokarte). Erforderlich sind daher schonendes Befahren (Bodendruck/Terranimo) –insbesondere von gelockertem Boden – sowie ein Saatbett, das durch seine Struktur und Beschaffenheit primär an der Bodenoberfläche (grobschollig gemäss Fünflibertest (Fünflibertest) oder Bodenbedeckung mit Mulchmaterial) das Wasser bremsen und aufnehmen kann. Falls trotzdem Erosionsschäden >2-4t/ha auftreten, ist Eigenverantwortung und Selbstdeklaration angebracht, indem der Landwirt den Erosionsschaden bei der Fachstelle Bodenschutz des Kantons Bern zum Abklären der Ursache und Ergreifen von Gegenmassnahmen meldet: www.be.ch/bodenerosion.

Fachstelle Bodenschutz, Tel.: 031 636 49 07

 

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