Änderung bei der Tierschutzverordnung
Änderung bei der Tierschutzverordnung
Per 1. März 2018 treten einige Änderungen der Tierschutzverordnung in Kraft. Nachfolgend sind die für die Landwirtschaft wichtigsten Punkte kurz erklärt.
  • Der Einsatz eines Kuhtrainers bei Stieren ist ab dem 1. März verboten. Dieser darf nur noch bei Kühen und weiblichen Rindern ab 18 Monaten eingesetzt werden.
  • Das Einziehen eines perforierenden Nasenringes bei Rindern zur Verhinderung von Verhaltensabweichungen ist verboten. Stiere über 18 Monate müssen aus Sicherheitsgründen nach wie vor einen Nasenring tragen.
  • Über 5 Monate alte Rinder zur Grossviehmast in Einflächenbuchten dürfen auf Tiefstreu gehalten werden, wenn zusätzlich ein Laufhof oder eine Weide zur Verfügung steht. 
  • Das Ausstellen von Kaninchen, Kleinnagern und Küken in Streichelzoos ist auf Veranstaltungen wie Ausstellungen, Sportanlässe, Schauen u.ä. verboten. Dauerhaft eingerichtete Streichelzoos wie sie in Zoos, auf Bauernhöfen oder in Altersheimen anzutreffen sind, dürfen weiterhin betrieben werden
  • Auf Sömmerungsbetrieben dürfen die Kälber ab Sömmerung 2019 nicht mehr angebunden werden. In Ställen, welche die Ausnahmeregelung betreffend Standplatzlängen beanspruchen, dürfen die Kühe nicht länger als 8 Stunden täglich gehalten werden. 
  • Gesuche für die Bewilligung der gewerbsmässigen Klauen- oder Hufpflege können im Wohnsitzkanton eingereicht werden. Die Bewilligung gilt neu für die ganze Schweiz und nicht nur für den Wohnkanton. Hinzu kommt die Anforderung, dass innerhalb von drei Jahren mindestens ein Weiterbildungstag absolviert wird.

 

Neu wird die Haltung von Haushühnern in der Verordnung über die Haltung von Nutz- und Haustieren geregelt. Auch hier gibt es ein paar Änderungen. Unter anderem müssen oberhalb der Sitzstangen für Haushühner nun mindestens 50 cm frei bleiben und tiefer gelegte Sitzstangen müssen mindestens 50 cm über dem Stallboden angebracht werden. Für Zwergrassen können die Masse auf 40 cm reduziert werden.  
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Veterinärdienstes.




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