Aktuelle Themen und Projekte aus der Interessenvertretung
Aktuelle Themen und Projekte aus der Interessenvertretung

Vertretung der Interessen der Berner Landwirtschaft bedeutet, dass wir uns in Verhandlungen mit der Politik, der Verwaltung und anderen Organisationen für die Meinungen und Anliegen der Berner Bäuerinnen und Bauern einsetzen. Das Themengebiet ist sehr weitläufig und erstreckt sich von Stellungnahmen zu politischen Geschäften bis hin zur Unterstützung bei Konflikten auf einzelnen Betrieben.

 
Das Berner Pflanzenschutzprojekt

Die aktuellen Diskussionen zeigen, dass das Thema Pflanzenschutz von grosser Bedeutung ist – auch für viele Konsumentinnen und Konsumenten. Zur Reduktion der Umweltbelastung sind konkrete Handlungsansätze notwendig. Auch der vom Bundesamt für Landwirtschaft in die Anhörung geschickte Aktionsplan Pflanzenschutzmittel, zielt in diese Richtung.
Im Kanton Bern sind rund 2600 Landwirtinnen und Landwirte bereits sei Anfang 2017 daran, konkrete Massnahmen umzusetzen. 

Das Pflanzenschutzprojekt wurde vom Berner Bauern Verband und dem Berner Amt für Landwirtschaft und Natur LANAT lanciert mit dem Ziel, aktiv auf die Pflanzenschutzproblematik zu reagieren und zur Verminderung von Nebenwirkungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln beizutragen. Konkret gilt es, einen effizienteren und umweltschonenden Einsatz von Pflanzenschutzmittel (PSM) zu gestalten, ohne damit das Produktionspotenzial zu reduzieren. 

 

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gewässer mit Pflanzenschutzmitteln belastet sind und während der Vegetationszeit die Anforderungen der Gewässerschutzgesetzgebung oft nicht mehr erfüllen. Das gefährdet die biologische Qualität von Seen, Flüssen und Bächen.
Das Berner Pflanzenschutzprojekt setzt hier an. Mit einem Massnahmenpaket soll die Belastung der Gewässer mit Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Zudem sollen Alternativen, wie zum Beispiel das Ausbringen von Nützlingen, weiter erforscht und gefördert werden.


Umweltgerechten Pflanzenschutz fördern

Ab dem Jahr 2017 können Landwirte im Kanton Bern freiwillig am Projekt teilnehmen. Die Höhe der Entschädigung variiert je nach Massnahme und wird zu einem grossen Teil von Bund und Kanton finanziert.


 

Es werden Massnahmen über das ganze Kantonsgebiet angeboten, der Fokus liegt auf dem Ackerbau und auf Spezialkulturen wie Obst und Reben. Vorgesehen sind Massnahmen in vier Bereichen:
  • Investitionen in Reinigungssysteme von Feldspritzen und Waschplätzen
  • Oberflächliche Abschwemmung von Pflanzenschutzmitteln
  • Herbizideinsatz
  • Fungizid- und Insektizideinsatz

 

Die Berner Landwirtinnen und Landwirte werden auch in Zukunft auf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel angewiesen sein, um die Kulturen vor Krankheiten, Schädlingen und Unkräuter schützen zu können und somit den Konsumentinnen und Konsumenten einwandfreie Produkte zu liefern.

Die Massnahme 1, Kontinuierliche Innenreinigung, wurde vom Bund (BLW) in den Ressourceneffizienzbeiträgen (REB) aufgenommen und wird ab 2017 nach DZV Art 82a unterstützt. Aus diesem Grund darf sie nicht mehr im Berner Pflanzenschutzprojekt angeboten werden. Die Entschädigungsansätze sind jedoch tiefer (max. 50% der Kosten, max CHF 2‘000.-). Die Anmeldung im GELAN erfolgt neu unter den REB.

Ihre Ansprechpersonen
Wyss
Andreas Wyss
Geschäftsführer Berner Bauern Verband